Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Kolleginnen und liebe Kollegen,

die vergangenen Monate haben die Arbeit in unserem Fachgebiet in derart substantieller Weise verändert, wie es den meisten wohl kaum vorstellbar war.

Exemplarisch wurden elektive Eingriffe zeitweilig ausgesetzt und unbestimmt verschoben, persönliche Kontakte wie auch der Austausch unter Kollegen durch mehr oder minder stabile Verbindungen via Internet ersetzt.

Die mediale Berichterstattung zum Thema der Plastisch-Ästhetischen Chirurgie hat uns erklärt, dass diese Entwicklungen einen „Operations-Boom“ ausgelöst hätten, der sich in rasant steigender Nachfrage etwa bei Lidoperationen oder Lippenaugmentationen äußert. Die Realität stellt sich gleichwohl differenzierter dar. Das betrifft nicht allein die unterschiedlichen Erfahrungen von Kollegen aus dem Praxisalltag sondern auch die Auswirkungen auf den wirtschaftlichen Bereich des Klinik- und Praxisbetriebs.

Ohne die Passion für unseren Beruf mag das noch weniger gut zu bewältigen gewesen sein. Die noch mehr erforderliche Präzision in der Planung und die unserer trotz allem zum Wohle unserer Patienten durchgeführten Behandlungen hat bewiesen, dass unsere Flexibilität in kaum gedachten Ausmaßen zu mobilisieren ist. Daher ist es schlüssig, dass der diesjährige Kongresspräsident diese Begriffe als Motto gewählt hat. Seiner kurzfristigen Übernahme der organisatorischen Verantwortung ist es zu danken, dass wir im Meer von Videokonferenzen und „Webinaren“ auf die Insel der persönlichen fachlichen Diskussion zurückkehren können. Die außerordentlich dynamische Entwicklung neuer Techniken und Verfahren zur Herstellung von Funktion und Ästhetik in der Plastischen Chirurgie hält nicht inne. Es bleibt unsere Aufgabe auch mit teils innovativen Behandlungsansätzen die Kernkompetenzen des Faches zu wahren und Qualitätsstandards zu definieren.

Ich freue mich Sie zu unserer traditionell gemeinsamen Jahrestagung von DGPRÄC und VDÄPC in Potsdam begrüßen zu können.

Ihr

Dr. Steffen Handstein
Präsident der VDÄPC